seher cakir
wurde in istanbul geboren und lebt seit 1983 in wien. sie erhält derzeit das staatsstipendium für literatur des bm:ukk, ist preisträgerin der exil-literaturpreise 2005 und mitglied der exil-preisträgerInnen-schreibwerkstatt. derzeit arbeitet sie an einem theaterstück für die „wiener wortstaetten“ und an einem roman.
bücher
 seher cakir: zitronenkuchen für die 56. frau

dimitré dinev
1968 in plovdiv, bulgarien, geboren, lebt seit etwa zwölf jahren in wien. er studierte philosophie, ethnologie und russische philologie. zahlreiche literaturpreise in österreich und deutschland. seine magische prosa besticht vor allem durch die dichte der geschichten, den rhythmus der sprache und die knappheit des stils. dimitré dinev schreibt in deutscher sprache. er arbeitet auch für das theater und den film. sein stück „russenhuhn“ nach der trilogie „die troerinnen“ des euripides wurde 1999 mit großem erfolg im wuk-theater in wien uraufgeführt. sein zweites stück „haut und himmel“ ist 2005/2006 in den wiener wortstätten entstanden. uraufführung im dezember 2006 im rabenhoftheater wien, regie hans escher. im april 2007 wird sein stück "das haus des richters", ein auftragswerk für das wiener burgtheater im akademietheater uraufgeführt.

der bulgarische autor dimitré dinev, der 2003 mit seinem roman „engelszungen“ bei deuticke einen sensationserfolg landen konnte, wurde durch den literaturpreis „schreiben zwischen den kulturen“ des vereins exil im jahr 2000 entdeckt. seine erzählung "boschidar" erschien im jahr 2000 in der anthologie "fremdland" zusammen mit einem ausführlichen interview. (das buch ist inzwischen vergriffen).

sein erstes buch „die inschrift“ (fünf erzählungen) ist 2001 in der edition exil erschienen und präsentierte den autor erstmals als blendenden geschichtenerzähler. „die inschrift“ ließ die kritik bereits aufhorchen. zahlreiche literaturpreise haben seinen ruf als schriftsteller inzwischen gefestigt. 2005 erschien bei deuticke "ein licht über dem kopf" (zehn erzählungen).
bücher
 best of 10
 wortstaetten n°1
 die inschrift
 arbeitistarbeit

alma hadzibeganovic
geboren in brcko, bosnien-herzegowina, flüchtete 1992 aus sarajevo, wo sie kunstgeschichte studiert hatte. 1992-1999 lebte sie in wien, anschließend in utrecht/holland, wo sie ihr studium abschloss. seit 2001 ist wien ihr lebensmittelpunkt, wo sie in den letzten jahren vor allem dramatische texte für mehrere theaterprojekte u.a. die wiener wortstaetten ("das stück") schrieb.

1997 erhielt alma hadzibeganovic den 1.preis der literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen"  für ihren text „zz00m: 24 std. mix 1. of me oder penthesilea in sarajevo", der mit ironisch- satirischen mitteln das absurde nebeneinander von klassischem bildungsgut und videomüll westlicher jugendkultur im belagerten sarajevo schildert. (der text ist veröffentlicht in der anthologie „schreiben zwischen den kulturen“ edition exil 1997).

im winter 2000 brachte alma hadzibeganovic in der edition exil ihr erstes buch heraus. „ilda zuferka rettet die kunst". eine sammlung von prosa und lyrik. ein buch, in dem vom leben der generation der bosnienflüchtlinge der 90er jahre die rede ist. sie „slackern auf der mariahilfmir straße ... alle fünf schritte hört man hier unsere muttersprache."
bücher
 anthologie: schreiben zwischen den kulturen
 ilda zuferka rettet die kunst

mircea lăcătus
mircea lăcătus
der dichter und bildhauer mircea lăcătus, geboren 1962 in gherla, transsylvanien (rumänien), besuchte das kunstgymnasium in arad und schloss 1989 sein studium an der kunstakademie in bukarest ab. seit 1990 lebt er als freischaffender künstler in wien. 2007 erhielt er den lyrikpreis der exil-literaturpreise.
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 mircea lacatus: rund um meine eltern eine burg

denis mikan
denis mikan, geb. 1974 in titograd (heute podgorica)/montenegro, lebte bis zum kriegsausbruch in zvornik/bosnien-herzegowina. Seit 1996 wohnt er in wien. denis mikan erhielt 1998 den ersten preis der literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen“ des vereins exil.
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 emil

julya rabinowich
1970 in st.petersburg geboren, lebt seit 1977 in wien. nach einem dolmetsch- und übersetzerstudium und einer psychotherapieausbildung (propädeutikum) studierte sie an der universität für angewandte kunst malerei. studienabschluss 2006. 2005 erhielt sie den ersten preis der exil-literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen“. zahlreiche veröffentlichungen in anthologien, darunter in „wortbrücken“ (edition exil 2005) und „best of 10“ (edition exil 2007). „mdr preis“ beste kurzgeschichte 2006, drama „tagfinsternis“ im rahmen der wiener wortstätten 2007, publiziert in „worstaetten no.2“ (edition exil 2007), drama „nach der grenze“ uraufführung im wuk von thiyatrobrücke 2007, erscheint 2008 in italienischer sprache. derzeit stipendiatin des retzhofer literaturpreises, oktober 2008 uraufführung „orpheus im nestroyhof“. sie erhält für ihren debutroman "spaltkopf" (edition exil 2008) den rauriser-literaturpreis 2009.
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 julya rabinowich: spaltkopf

erwin rennert (1926 - 2009)
1926 in wien in eine jüdische familie geboren, emigrierte als dreizehnjähriger allein in die usa. seine eltern blieben in wien zurück und fielen dem naziterror zum opfer. mit sechzehn wandert er von new york nach kalifornien. 1945 kommt er als amerikanischer soldat nach europa, lernt in deutschland seine spätere frau kennen, und geht mit ihr 1947 in die usa. lehrtätigkeit an der new york university als lektor in deutsch und deutscher literatur.

1961 rückkehr nach wien mit seiner frau und den sechs gemeinsamen söhnen. seit 1991 schrieb er limericks, die er in drei bänden beim verlag christian brandstätter in wien herausbrachte.

"der welt in die quere" sind seine lebenserinnerungen
bücher
 der welt in die quere
 fast schon amerikaner

ruth weiss
wurde 1928 in berlin in eine jüdisch-österreichische familie mit wurzeln auch im volk der roma geboren. 1933 kehrten ihre eltern, auf der flucht vor den nazis vorerst mit ihr nach wien zurück, wo ruth die entscheidenden kindheitsjahre im immer radikaler werdenden klima des aufkommenden nationalsozialismus erlebte. 1938 konnte die familie in die usa emigrierten, wo ruth weiss in den 50er jahren zur ikone der beatgeneration avancieren sollte.

ruth weiss, autorin, performancekünstlerin, dramatikerin, filmemacherin und schauspielerin trat ab mitte der 50er jahre im umfeld der us-amerikanischen „beat poets“ auf. legendär wurden ihre jazz-poetry-performances auf der bühne des clubs „the cellar“ in north beach, san francisco. ruth weiss lebt in kalifornien.
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 no dancing aloud
 full circle