samuel mago, geboren 1996 in budapest, aufgewachsen in wien, maturierte 2014 mit auszeichnung und erhielt den fred schneider award für die beste fachbereichsarbeit des jahrgangs über die präsenz und darstellung von roma in medien. er studiert derzeit soziologie und transkulturelle kommunikation an der universität wien, besucht europaweit konferenzen und setzt sich als roma-aktivist gegen antiziganismus und für die rechte der volksgruppe ein. er arbeitet als antiziganismustrainer und schreibt für das jüdische magazin nu. 2014 war er sieger des redewettbewerbs sag’s multi mit einer rede über roma, antiziganismus und toleranz.

in seiner erzählung „zeuge der freiheit“, für die samuel mago 2015 den exil-jugend-literaturpreis erhielt, erzählt er die geschichte einer roma-familie, die in den 60er jahren aus dem (bürger)kriegsgeschüttelten budapest flieht. mehrere perspektiven und schicksale der familienmitglieder werden verflochten, mago begleitet seine protagonisten auf ihrer reise vom entschluss zur flucht bis über die grenze. souverän meistert er das thema und schafft es, pathos und kitsch zu vermeiden. ein vielversprechender literarischer anfang.
(didi drobna – juryspruch zu „zeuge der freiheit“)