ANNA MWANGI: „DIE KINDER DES GENOSSEN RAKOSI“
roman, edition exil, wien 2015, euro 14,-
isbn: 978-3-901899-70-6
die geschichte einer kindheit und jugend in einer budapester politikerfamilie des stalinistischen ungarn geprägt von polizeiwillkür, spitzelwesen und verhaftungen und zugleich die geschichte einer leidenschaft: die protagonistin verliebt sich in einen studenten aus kenia...

anna mwangi, in ungarn geboren, kam 1963 mit ihrer familie nach wien, studierte russisch und englisch und arbeitete als lehrerin in österreich. 2012 exil-literaturpreis, „die kinder des genossen rakosi“ ist ihr erster roman.

„in klassischer romantradition, doch in moderner, schmuckloser schreibweise verschränkt anna mwangi ein einzelschicksal mit den zeitläuften. keines geht im anderen restlos auf. gemeinsam ermöglichen sie ein verständnis dafür, warum ein schicksal sich so entwickelt hat und nicht anders. (…) dem buch ist zu wünschen, dass es auch auf ungarisch erscheint und unter den landsleuten der autorin verbreitung findet: als spiegel, in dem sie ihre geschichte und ihre gegenwart schärfer sehen können.“ (der standard, 30.4.2016, ALBUM)


seher çakır, geboren in istanbul, wuchs in wien auf. sie ist autorin, journalistin, moderatorin und mediatorin und arbeitet im bereich gebietsbetreuung. ihre literarische karriere begann mit dem exil-literaturpreis 2005 und der publikation ihres ersten kurzgeschichtenbandes „zitronenkuchen für die 56. frau““ (edition exil 2009). seither wird sie zu vielen lesungen im in,- und ausland eingeladen und ist als autorin längst im österreichischen kulturleben präsent.

“ihre geschichten sind poetisch, erotisch, metaphernreich, mitunter auch humorvoll. ihre erzählungen, überaus vielschichtig, leben oft von mehreren zeitebenen, vermischen erinnerung und träume mit dem tatsächlichen geschehen und lesen sich dennoch flüssig und spannend.“ (Ditta Rudle in „BUCHKULTUR 144, Okt/Nov. 2012)
die edition exil versteht sich als newcomerInnenverlag, der mit seinen exil-literaturpreisen, der exil-autorInnenwerkstatt und mit erstveröffentlichungen vor allem jungen autorInnen, die aus einer anderen sprache kommen, und in deutscher sprache schreiben den einstieg in den literaturbetrieb ermöglicht.